Hochzeitsmusik der Hansestädte
Historische Klänge aus Hamburg, Lüneburg, Danzig, Königsberg und Riga
Europäisches Hanse-Ensemble
Manfred Cordes, Leitung
Zum Programm
Feiern wie die alten Pfeffersäcke
In der Spätzeit der Hanse wurde die Prunksucht der Bürger:innen in zahlreichen städtischen Ordnungen und Erlassen sowie in erhaltenen Predigttexten angeprangert. Insbesondere die Hochzeitsfeierlichkeiten waren Tummelplatz eines wachsenden Repräsentationsbedürfnisses der reichen Kaufleute der Handelsstädte. Was heute in Kleidung, Restaurant- und Hotelbesuch, Geschenken und den Zielen der Hochzeitsreise an Aufwand betrieben wird, spiegelte sich vor 400 Jahren in der Zahl der zu bewirtenden Gäste, der Speisenfolge, dem Tafelschmuck, der Kleiderordnung und der eigens bestellten Musik wider.
Für die Komponisten der Zeit war es ein lukrativer Nebenerwerb, zu den Hochzeitsfeierlichkeiten z.T. aufwändig besetzte Werke zu verfassen. Diese zahlreich überlieferten sogenannten Gelegenheitskompositionen zeigen den hohen Stand der Kompositionstechnik und die stilistische Vielfalt am Übergang von der Renaissance zur Barockzeit.
Zum Programmheft [für Konzert in Hamburg]
Der NDR Kultur hat das Konzert in Hamburg aufgezeichnet und stellt Ihnen den Mitschnitt hier zur Verfügung.